Share with your friends










Submit
CrossPlatform

Willkommen in der Post-PC – Ära

Die Welt der Post PC – Geräte ist die am schnellsten wachsende disruptive Technologie unserer Zeit. Die Verbreitung von Smartphones läuft zehnmal schneller ab als die Verbreitung von Personal Computern in den 80er-Jahren. Sie ist doppelt so rasant wie der Internet-Boom der 90er-Jahre, und dreimal so schnell wie die aktuelle Wachstumsrate der sozialen Netzwerke [1]. Die Auslieferungszahlen für Smartphones überstiegen die von PCs innerhalb von zwei Jahren und erreichten bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2012 das Doppelte der PC-Zahlen [2]. Die entsprechenden Zahlen bei den Tablets sind noch beeindruckender – so gehen etwa für jedes iPhone drei iPads über den Ladentisch [3].

Während Desktop-Computer und Server natürlich weiterhin eine große Rolle spielen werden, wo große Displays und/oder überdurchschnittliche Rechenpower gefragt sind (etwa bei der Software-Entwicklung, bei Bürotätigkeiten oder in Rechenzentren), verlagert sich das Geschehen im Consumer-Bereich mehr und mehr auf mobile Endgeräte. So verzeichnet etwa Facebook bereits heute deutlich mehr Zugriffe über mobile Endgeräte als über stationäre [4].

Mobile-First wird das neue Usage-Paradigma

Im Jahre 2016 werden 70% aller berufstätigen Personen ein Smartphone besitzen. Die Art und Weise, wie Benutzer Software kaufen und benutzen, wird sich dadurch dramatisch ändern. ‘Traditionelle’ Softwarehersteller werden ihre Software an diese neuen Gegebenheiten anpassen müssen, und von Webseiten wird selbstverständlich vorausgesetzt, dass sie mobil-tauglich sind [5].

Mobile Software ermöglicht eine ganz neue Evolutionsstufe kontextbezogener Anwendungen, die so in der prä-mobilen Welt gar nicht möglich gewesen wären. Der Benutzer trägt sein Smartphone überall mit sich herum. Es weiss, wo der Benutzer sich gerade aufhält; es hat ständigen Zugang zu einer Fülle von Daten – sowohl über seinen Besitzer selbst als auch zu Datendiensten, die über die Cloud abgerufen werden; und es ermöglicht weit mehr soziale Kommunikation als alle anderen online-basierten Methoden zusammen.

Die Marktsituation

Was Hersteller und Plattformen angeht, ist der mobile Markt sehr viel dynamischer und fragmentierter als es der PC-Markt jemals war – so explodierte etwa der Marktanteil von Googles Android-Plattform zwischen 2009 und 2012 von 4% auf 66%.

Zur Zeit wird der Markt dominiert von zwei mobilen Plattformen:

apple-24x24Apple – iPhone und iPad, laufen auf Apples mobilem Betriebssystem iOS.
android-24x24Android – ein Open Source – Betriebssystem, entwickelt von Google.

Wie sich diese beiden Giganten die mobile Welt aufteilen, hängt davon ab, wie man sie betrachtet. Es gibt insgesamt deutlich mehr Android- als iOS-Geräte, jedoch nutzen die iPad/iPhone-Besitzer ihre Geräte mehr und länger.

Darüberhinaus gibt es eine dritte mobile Plattform, die noch keine so hohen Marktanteile vorweisen kann, jedoch mit beachtlichen Zuwachsraten aufwartet und von einer Firma stammt, die beträchtliche Ressourcen, reichlich Erfahrung und umfassendes Know-How im Bereich Computing mitbringt: winphone-24x24Microsofts Windows Phone.

Die hier beschriebene Marktaufteilung ist aber nur eine Momentaufnahme. Der Markt ist immer in Bewegung, sowohl was die Marktanteile der etablierten Player angeht als auch im Hinblick auf neue Marktplayer: Mit Ubuntu on phones und Firefox OS gibt es bereits zwei ernstzunehmende Alternativen. Man wird sehen, wie sie sich entwickeln.

Und der technische Fortschritt bleibt natürlich auch bei den ‘etablierten’ Plattformen nicht stehen, ebenso, wie sich auch die Hardware in rasantem Tempo weiterentwickelt – mit der Konsequenz, dass die hier genannten Betriebssysteme keineswegs auf Smartphones und Tablets beschränkt bleiben, sondern in immer mehr Bereichen unseres Alltagslebens eine Rolle spielen. (Stichworte wären etwa Wearables oder Internet of Things).

Technische Anforderungen an mobile Software

Benutzer erwarten plattform-spezifische, ‘native’ Apps. So soll etwa eine Android-App Aussehen, Funktionalität und Benutzerführung einer ‘typischen’ Android-Anwendung haben (Gerade so, wie etwa MS Word ein ‘typisches’ Windows-Programm ist.). Und das Gleiche gilt natürlich auch für iPhone/iPad – Apps oder jede andere mobile Plattform.

Es gibt viele Faktoren, die zur häufigen Verwendung einer App beitragen. Unter den wichtigsten sind Performance, Stabilität, Design und Benutzerfreundlichkeit. In allen diesen Bereichen hat eine native App deutliche Vorteile gegenüber einer nicht-nativen Implementierung. Darüberhinaus hat sich gezeigt, dass die schnelle Integration neuer Features in Kundeninteraktion und Geschäftsprozesse einen erheblichen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Dies alles führt jedoch auf der anderen Seite auch dazu, dass die Firmen einen erhöhten Entwicklungsaufwand betreiben müssen: Im Jahre 2016 werden 90% aller Unternehmen Software für mindestens zwei Plattformen pflegen müssen [6].


Um in diesem heterogenen, sich schnell ändernden Umfeld eine nachhaltige Mobil-Strategie zu definieren, wird ein Cross-Platform – Entwicklungsansatz benötigt, der über tagesaktuelle Trends hinausreicht. Die nächste Seite beleuchtet kurz die vorherrschenden Softwareentwicklungs-Ansätze, mit denen diesen Herausforderungen heute üblicherweise begegnet wird.
arrow-forward-64+64



Referenzen und Anmerkungen

[1] iOS and Android Adoption Explodes Internationally.
[2] Smartphones outpacing PCs by two-to-one.
[3] KPCB Internet Trends 2013.
[4] Facebook mobile users outnumber desktop counterparts.
[5] Technisch gesprochen: die Webseiten müssen unter Berücksichtigung von Responsive Web Design erstellt worden sein.
[6] Gartner: Two-Thirds Of Enterprises Will Adopt Mobile Device Management Solution